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Geschichte
Der Ursprung dieser Stadt liegt auf einer kleinen Anhöhe. Diese lag sehr geschützt zwischen 2 Flüssen und einem Moor. Die beiden Flüsse  heißen Elbe und Alster. Die Elbe war auch damals schon ein breiter Fluss, der nur schwer zu überwinden war. Daher war man aus Richtung Süden sehr sicher vor irgendwelchen Überfällen von  feindlichen Barbaren o.ä.. Die Alster bot einen weiteren, zwar etwas geringeren Schutz an, da sie nicht so breit ist wie die Elbe. Durch die Alster war jedoch die Versorgung mit Trinkwasser gewährleistet Dies war früher ein sehr wichtiges Kriterium für einen Siedlungsort. Richtung Osten und durch die Elbauen war man durch das moorige Gebiet geschützt.

Die Anhöhe gab mit ihrer Höhe von 9,70 m Schutz vor den Gezeiten und Hochwasser. Damals fiel ein Hochwasser noch nicht so hoch aus wie  heutzutage, denn die Elbekonnte sich in den Elbauen verteilen. Es war also der ideale Platz für eine Ansiedlung. Sie lang ungefähr da, wo sich heute die Petrikirche befindet. Die Bergstraße deutet mit ihrem Namen auf die Anhöhe hin.

Diese Anhöhe wurde bereits etwa 7000 vor Chr. in der mittleren Steinzeit genutzt. Dieses wird klar durch diverse Fundstücke bewiesen, die man  dort gemacht hat. Soweit wollen wir hier aber nicht zurück gehen.

Weitere Funde belegen das im 7. und 8. Jahrhundert nach Chr. sich dort auch eine kleine sächsische Siedlung befunden hatte. Diese Wohnanlage wurde scheinbar zusätzlich durch verschiedene Gräben geschützt. Viele Forscher sehen dadurch in der frühen sächsischen Siedlung den Ursprung der Hammaburg.
Der Name Hammaburg kommt aus dem altsächsischem. In der Sprache wurde mit ham oder hamme das Ufer oder auch das Gelände am Sumpf und am Fluss benannt. Da die Siedlung mit durch das Wasser geschützt und mit weiteren Gräben, Palisaden und Wällen ausgebaut war, wurde sie irgendwann mit Hammaburg benannt. Wahrscheinlich war die sächsische Anlage der Vorläufer der großen fränkischen Ansiedlung aus dem Anfang des 9. Jahrhundert. Diese wurde historisch ganz offiziell als Hammaburgnachgewiesen.

Südlich der Petrikirche, auf dem ehemaligem Domgelände wurde erst 1949 mit umfangreichen Ausgrabungen begonnen. Diese dauerten 7 Jahre lang an. Mit ihnen vervollständigte sich langsam das Bild der Hammaburg. Man fand einen Ringwall aus dem 9. Jahrhundert. Dieser war fast quadratisch mit abgerundeten  Ecken und hatte die Abmessungen von etwa 100 mal 100 Meter. Dieser Wall  bestand aus Erd-Palisaden und hatte eine Höhe von 6 bis 7 Meter. Nach  außen wurde dieser zusätzlich durch einen Graben geschützt. Gerade zu der leichter zugänglichen Nordseite hin hatte dieser Graben eine  Breite von 7 Meter, um auch dort einen optimalen Schutz vor  Eindringlingen zu gewährleisten. Ob diese Anlage nun schon im Jahre 811 oder erst um 830 entstand, ist bisher nicht nachzuweisen, da es  darüber an schriftlichen Aufzeichnungen fehlt.
Mit dieser kleinen Burg hatte das Karolingerreich eine sehr wehrhafte Anlange in ihrem nördlichen Grenzgebiet.

Schriftlich überliefert ist, das Ludwig der Fromme im Jahre 831 den Ansgar damit beauftragte, den Norden zu missionieren. Ansgar lie߸ 834 einen kleinen hölzernen Dom im Schutze des Ringwalles der Hammaburg errichten. Dieser kleine Dom blieb jedoch nicht lange stehen. Bei einem Wikingerüberfall im Jahre 845 wurde sowohl die Hammaburg, als auch der Dom zerstört. Ansgar, der mittlerweile als Bischof in der Hammaburg gewirkt hatte, floh nach Bremen. Dies führte später zu einem Erzbistum Hamburg-Bremen, mit dessen Sitz in Bremen.

Außerhalb des Schutzwalles der Hammaburg entstand westlich davon eine kleine Siedlung von Kaufleuten und Fischern. Südlich davon floss ein Bille-Arm in die Elbe. Hier bauten sie eine kleine Anlage, die als Hafen genutzt wurde. Dies waren die ersten Anfänge des Hamburger Hafen. Der später genannte Reichenstraßenfleet gibt es heute nicht mehr. Er war ungefähr dort, wo heute die Willy-Brandt-Straße verläuft (von U-Meßberg Richtung Rödingsmarkt). Das Ur-Hamburg, welches zu diesem Zeitpunkt noch aus 2 Teilen bestand, lang strategisch sehr günstig. Dadurch lag es in den nächsten Jahrhunderten immer wieder im politischen und damit leider oftmals auch im kriegerischen Spannungsfeld. Zwischen dem fränkischen Reich, den Slawen und den heidnischen Wikingern liegend, gab es immer wieder Überfälle und  Brandschatzungen. Doch das Ur-Hamburg war bereits ein wichtiger Handelsstützpunkt und spielte im überregionalen Handelsnetz eine wichtige Rolle. Dadurch hatte dieser Ort einen enormen Überlebenswille.
Die Zeit zwischen dem 10. bis zum 13. Jahrhundert gilt als Übergangszeit von der kleinen Palisaden-Siedlung hin zur spätmittelalterlichen und  wehrhaften Stadt. Sowohl die weltlichen Herren der Stadt, als auch die Billunger Herzöge, sowie auch die Bremer Erzbischöfe als geistliche  Vertretung versuchten an der Alstermündung Fu߸ zu fassen. Um 1035 entstand fast zeitgleich die herzogliche Alsterburg und die Bischofsburg. Von der Alsterburg gibt es keine Rückstände mehr zu sehen. Die Bischofsburg war ein kreisrunder Wohnturm. Diesen lie߸ der Erzbischof Bezelin  Alebrand erbauen. Dessen Fundamente kann man noch heute in einem Keller an der Kreuslerstraße besichtigen. Die Kreuslerstraße liegt zwischen dem Speersort und der Mönkebergstraße, neben der St.Petri-Kirche.

Der Billunger Herzog Bernhard II hatte mittlerweile seine Alsterburg wieder in nördlicher Richtung verlassen, als 1061 durch die Anlage einer Neuen Burg durch den Billunger Herzog Ordulf, diese Siedlung langsam zur Alsterstadt wurde. Die Neue Burg bestand wie die ehemalige Hammaburg aus einem Ringwall. Diese wurde direkt in der Alsterschleife westlich des Flusslaufes gebaut. Heute noch erinnert der Straßenname Neue Burg bei der Nikolaikirche an diese Anlage.

Im Jahre 1111 wurde die Grafschaft Holstein-Stormarn und damit auch die herzoglichen Teile Hamburgs mit Adolf I. von Schauenburg besetzt. Unter Adolf III. wurde in den Jahren 1188/89 auf dem mittlerweile zerfallenen Gelände der Neuen Burg eine Neustadtfür ca. 50 Kaufleute angelegt. Noch im Jahre 1189 gelang es Adolf III  die Zukunft der Handelsaktivitäten zu sichern. Als er sich Kaiser  Friedrich Barbarossa zu einem Kreuzzug nach Palästina anschloss, erwirkte er in Neuburg an der Donau den berühmten und wichtigen Freibrief für die Hamburger Kaufleute. Dieser Freibrief trägt als Ausstellungsdatum den 7. Mai 1189. Dieses Datum gilt auch heute noch als Hafengeburtstag und wird jedes Jahr in Hamburg gefeiert. Später stellte sich heraus, das dieser Freibrief erst 1265  im Auftrag des Hamburger Rates angefertigt und rückdatiert wurde.

Mit dem Freibrief waren alle wichtigen Schritte vollzogen, um eine Erweiterung der frühstädtischen Siedlung einzuleiten. Zum Ende des 12. Jahrhunderts begann die Entwicklung zur großen und zugleich typischen  Stadt des Spätmittelalters. Nördlich der ehemaligen Hammaburg bildete sich als ältestes Kirchenspiel St.Petri. Im Bereich der Alsterschleife wurden die Grundstücke streifenförmig eingeteilt, damit jedes Grundstück einen Zugang zum Wasser hatte. Dieses Gebiet wurde als kirchliche Einheit dem Kirchenspiel St.Nikolai zugeordnet. Hamburg dehnte sich aber auch in südlicher Richtung weiter aus. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurden die beiden Marscheninseln Cremon und Grimm besiedelt und dem Katharinen-Kirchenspiel zugeordnet. Auch hier wurde das Gebiet so aufgeteilt, das jedes Haus an Haus bzw. Grundstück je einen Straßenanschluss, sowie auch einen Zugang zum Wasser hatte.
Fortsetzung folgt...
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