Maus Türöffner-Tag 2018 - HH-Tipps.de

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Türöffner-Tag 2018
     
Maus Türöffner-Tag 3. Oktober 2018

Kinder lieben die Sendung mit der Maus. Jeden Sonntag gibt es neue Geschichten und es wird viel erklärt und gezeigt. Selbst ich schaue diese Sendung sehr gerne. Besonders schön finde ich es, wenn gezeigt wird, wie etwas hergestellt wird oder funktioniert. Es wird sehr einfach und bildlich erklärt. Selbst komplizierte Dinge werden so beschrieben, dass man dies auch ohne Vorkenntnisse kapiert.

Und immer wieder gibt es einen kleinen Clip mit der Maus und dem Elefanten. Anlässlich zum 40. Geburtstag der "Sendung mit der Maus" wurde 2011 der erste Türöffner-Tag ins Leben gerufen. In ganz Deutschland öffnen Betriebe, Vereine und Institutionen ihre Türen. Da können sich die Kinder dann anmelden und am 3. Oktober dort einmal hinter die Fassaden schauen.

In diesem Jahr nahmen fast 80.000 Kinder daran teil. Dazu gab es fast 800 Veranstaltungen in rund 450 Städten und Gemeinden. Diese Veranstaltungen waren extrem bund gemischt. Von Kultur, Sport, Handwerk, Transport, Forschung, Natur- und Umweltschutz bis hin zur Zukunftstechnologie war wirklich alles dabei. In diesem Jahr war ein Bundesligastadion genauso mit dabei, wie einige Universitäten, ein Flughafen und auch ein Musicaltheater. Überall wurde geschaut, geforscht, hergestellt und ganz viel aktiv mitgemacht.

Wir haben hier in Hamburg 3 Veranstaltungen besucht. Insgesamt gab es jedoch noch viele mehr in dieser Stadt. Wir konnten uns erst nicht entscheiden, welche wir besuchen, denn es waren so viele sehr interessante Veranstaltungen dabei. Ein Klavierbauer oder die Elbphilharmonie, eine Bäckerei und ein Restaurant, ganz viele offene Türen boten sich an. Da wir leider nicht an mehreren Orten gleichzeitig sein konnten, hatten wir uns dann für 3 Veranstaltungen entschieden, die einigermaßen nah beieinander lagen.

Unsere Wahl fiel auf ein spannendes Forschungslabor, eine Kaffeerösterei und eine Bäckerei. Wir hatten größes Glück, denn in diesem Jahr war der blaue Elefant auch in Hamburg unterwegs. Im Forschungsinstitut und in der Bäckerei haben wir ihn getroffen. Das war natürlich für die Kinder noch ein ganz besonderes Highlight.

Damit unser Bericht über den Maus Türöffner-Tag übersichtlicher bleibt, haben wir ihn hier auch in 3 Bereichen unterteilt. In den Berichten kann man sehr gut sehen, wieviel Mühe die einzelnen Unternehmen sich gemacht haben, um den Kindern einen ganz besonderen Tag zu gestalten. Wir werden im nächsten Jahr rechtzeitig auf den Maus Türöffner-Tag hinweisen, damit ihn keiner verpasst, denn es ist eine so tolle Veranstaltung, die jedes Kind mitmachen sollte...
European XFEL Forschung

Es war schon beeindruckend, auf ein so großes Gelände zu kommen. Normalerweise ist vorne beim Pförtner der Weg zu ende. Hier kommt man nur hinein, wenn man ein Mitarbeiter oder ein geladener Gast ist. Heute aber durften wir rein und wurden sehr nett empfangen. Getränke und Kekse waren aufgebaut, damit man sich gleich wohl fühlte. Nachdem alle einen Anhänger bekommen hatten, ging es für die kleinen Forscher los.

Es ging etwa 20 Meter in die Tiefe. Dort gab es eine große unterirdische Halle, durch die wir gehen mussten. Nun kamen wir zu einem Sicherheitsbereich, an denen jeder einen Strahlungsmesser bekam. Dieser ist aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben, auch wenn die Anlage nicht in Betrieb ist. Ohne diesem Gerät wäre man auch nicht durch die Sperre zu einen der 3Tunnels gekommen.

Jeder Tunnel hat eine Länge von über 3 Kilometer. Sie führen unter der Stadt durch, bis hin zum Forschungszentrum Desy in Bahrenfeld. Von dort aus werden Röntgenstrahlen durch die Tunnel geschickt, die an dem Ende zur Forschung gemessen werden. An diesem Ende standen wir nun. Heute wurden natürlich keine Strahlen geschickt, denn dann hätten wir den Tunnel nicht betreten dürfen. Wir konnten jedoch die viele Technik bewundern, die für die Messungen notwendig ist.

In diesem Tunnel wurden wir vom blauen Elefanten überrascht. Es war für die Kinder eine riesige Überraschung den Elefanten live zu erleben. Da wurden natürlich erst einmal viele Fotos gemacht. Leider musste der Elefant dann wieder weiter, denn auch er wollte an so vielen Veranstaltungen wie möglich die Kinder überraschen...

Nun hatte ich das Gefühl, das der weitere Verlauf nicht mehr so spannend wird, da wir das Herz der Forschungsanlage und den Elefanten hatten gesehen. Es ging wieder hoch in einen Hörsaal. Meine Befürchtung schien also wahr zu werden. Wie sich aber gleich zeigen sollte, hatte ich mich gewaltig geirrt. Hier wurde kurz das Unternehmen vorgestellt und die Kinder in kleine Forschergruppen unterteilt.

Jetzt ging es in die Labore. Die einen experimentierten mit Licht, andere Kinder waren mit dem Bau von Elementen beschäftigt, die für die Versuche benötigt werden, andere Kinder befassten sich mit Wasser und betrachteten dies unter einem Elektronenmikroskop, einige Kinder isolierten ihren eigenen DNA-Strang und lösten ihn in einer Flüssigkeit und eine Gruppe Kinder befassten sich mit Magneten. Da wir zwischen den einzelnen Labors hin und her gingen, kann ich die Versuche hier nicht so genau beschreiben. Es schien aber überall sehr spannend zu sein. Aus den Kindern waren eifrige Forscher geworden, die sichtbar viel Spaß daran hatten.

Zum Schluss gab es ein Experiment für alle jungen Forscher. Jedes Kind bekam ein Überraschungsei und sollte nun, ohne es zu öffnen, sagen was sich darin befindet. Das ging natürlich nicht. Es gab aber ein Gerät, das durch die Verpackung und durch die Schokolade schauen konnte. Die Eier kamen in ein Röntgengerät und man konnte auf einer Scheibe den Inhalt erkennen.
Kaffeerösterei Becking

Schon als wir den Betrieb betreten, kommt uns schon ein schöner Duft entgegen. Es roh nach frischem Kaffee. Diesen gab es hier in allen Varianten und in bester Qualität.

Wir kamen gerade richtig, denn es begann gerade eine Führung. Hier wurde erst einmal einiges zu der Kaffeebohne und deren Anbau erklärt. Dass die Bohnen nachher ganz grün sind, davon konnten sich die Kinder mit einem Blick in den Trichter der Röstmaschine überzeugen. Dazu wurden sie von den Eltern hochgehoben, denn der Trichter ist recht hoch angebracht.

Jetzt kam eine Zange zum Einsatz. Kinder sollten versuchen eine Kaffeebohne mit der Zange zu zerquetschen. Sie sollten sehen wie hart die Bohnen vor dem rösten sind. Nachdem die Rostmaschine und auch die unterschiedlichen Röstverfahren erklärt wurden, durfte ein Kind nun den Hebel betätigen, und damit den Inhalt des Trichters in die Röstwanne schütten. Während die Bohnen auf dem Rost stätig gedreht wurden, roch es immer intensiver nach frischen Kaffeebohnen. Der Röstmeister erklärte die einzelnen Schritte und nahm immer wieder Proben aus dem Gerät. Die Kaffeebohnen wurden immer dunkler. In verschiedenen Abständen wurde der Test mit der Zange wiederholt. Zum Schluss waren die Bohnen so hart, dass diese sofort zersprangen. Nun hatten die Kaffeebohnen den idealen Röstgrad erreicht.

Der nächste Bereich war die Verköstigung. Die Kinder bekamen natürlich keinen Kaffee, sondern frisch aufgebrühten Tee. Über den frischen Kaffee freuten sich natürlich die Eltern. Sie durften verschiedene Kaffeesorten probieren und erlebten dabei ganz neue Geschmackserlebnisse. Ich wusste vorher auch nicht, dass Bohnen aus verschiedenen Herkunftsländern auch verschiedene Bereiche auf der Zunge anregen. Das war eine ganz neue Erfahrung für mich.

Für die Kinder ging es weiter in den Verpackungsbereich. Jedes Kind durfte hier eine eigene Tüte abfüllen, auf Wunsch auch mahlen und danach Vakuum verpacken. Die Tüte wurde dann mit einem Umkarton versehen, auf dem natürlich auch ein Etikett gehört. Dieses wurde zum Maus Türöffner-Tag einzeln gedruckt und bekam den Namen des Kindes drauf gedruckt. Zum Schluss gab es für jedes Kind noch eine Junior-Röster-Urkunde mit Foto.

So ausgestattet, mit Urkunde und eigenem Kaffee, ging es zurück zu den Eltern. Diese hatten mittlerweile schon so viel über Kaffee erfahren und probiert, dass sie das Thema Kaffee von nun an mit ganz anderen Augen sehen...
Bäckerei Zeit für Brot

Als wir hier vorführen, standen gerade ein paar Familien vor der Tür, deren Kinder gerade am Maus Türöffner-Tag teilgenommen hatten. Genüsslich bissen die Kleinen in ihre selbstgebackenen Brötchen. Jedes Kind hatte eine große Tüte voller Backwaren bei sich. Alles hatten sie selbst gebacken.

In der Backstube wurde gerade wieder aufgeräumt, denn die nächsten Kinder warteten schon vorne im Laden. Als hinten wieder alles sortiert war, bekamen die Kinder erst einmal eine Schürze umgebunden, damit sie auch alle wie kleine Bäcker aussahen.

Nun ging es los. Es wurde ein frischer Teig genommen und mit einer Maschine in vielen Portionen geteilt. Jedes Kind bekam etliche davon und konnte nun loslegen. Zuerst etwas Mehl auf die Platte und dann wurde geknetet und geformt. Natürlich wurde hin und wieder auch mal genascht...

Zu unserer Überraschung tauchte auch hier der beste Freund der Maus, der blaue Elefant auf. Für die Kinder war es kaum zu glauben ihn persönlich zu treffen. Er musste natürlich gleich mit in die Backstube kommen. Schnell war sein Rüssel mit Mehl gefärbt. Die Kinder fanden es toll mit dem Elefanten zu backen. Leider hatte er auch hier nicht viel Zeit, denn er wollte ja noch viele andere Kinder überraschen.

Nachdem die Kinder ihren Teig in kreative Formen gebracht hatten, wurde der Teig noch mit Körnern oder Rosinen verziert. Dabei bekam der Schmetterling seine Punkte auf die Flügel oder die Schlange ihre Augen. Natürlich war unter den Kunstwerken auch der eine oder andere Elefant zu finden...

Bevor die kleinen Kunstwerke nun in den Ofen geschoben wurden, streichten die Kinder noch etwas Ei darüber, damit die Brötchen nachher schön braun wieder aus dem Ofen kommen. Nun waren die "Großen" wieder dran. Da der Ofen sehr heiß ist, überließ man es lieber den Bäckern, die Bleche in den Ofen zu schieben.

Um die Backzeit zu überbrücken, ging es für die Kinder nun in den Keller. Hier ist das Mehllager und hier steht auch die Mühle. Die Bäcker erklärten den Kindern die verschiedenen Mehlsorten und Mahlgrade. Alles natürlich nicht nur theoretisch, sondern es wurde gezeigt. Um den Unterschied auch zu schmecken, gab es Brotproben zum probieren. Es war also nicht nur spannend, sondern auch lecker.

Da die Brötchen gleich fertig waren, ging es wieder nach oben. Gespannt warteten die Kinder nun vor dem großen Ofen auf ihre leckeren Ergebnisse. Jedes Kind musste nun noch schnell eine Tüte mit seinem Namen versehen, denn sie durften alles mit nach Hause nehmen.

Als der Ofen geöffnet wurde, roh die Backstube natürlich besonders gut. Mittlerweile hatten sich auch einige Eltern mit in die Backstube geschlichen, denn auch sie konnten es kaum abwarten die Leckereien der Kinder zu sehen.
Jedes Kind bekam nun eine große Tüte voll eigener Backwaren. Viele konnten es kaum abwarten und verspeisten die ersten noch warmen Brötchen gleich vor Ort. Glücklicherweise hatte jedes Kind sehr viele Stücke gebacken, so das auch die Eltern nicht zu kurz kamen...
Name


Termin
Ort

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Die Sendung mit der Maus
Maus Türöffner-Tag

3. Oktober
in ganz Deutschland
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